Stationen meines Lebens

 

Kindheit

Am 24. Juli 1958, einem sommerlichen Donnerstag kamen meine Eltern trotz bis zu 20 Minuten geschlossener Bahnschranken auf der wichtigsten Straße von Bürs nach Bludenz rechtzeitig ins Krankenhaus Bludenz um eben dort genau mich gesund zur Welt zu bringen.

Die Kindheitserinnerungen pendeln zwischen dem „Zuhause in Bürs-spielen“ und dann sehr häufig am Nachmittag in den „Heimatort der Mutter“, namentlich Nüziders zu fahren. Dort trafen sich im wohltemperierten Gasthof Krone der Großeltern, später des vorbildlichen Onkels „Edi“ zu verschiedenen Anlässen auch alle Familien einer Großfamilie mit neun Kindern, Freunden und weiteren Verwandten um bestimmte Jubiläen und Feste zu im großen Rahmen zu begehen.

Meine Erinnerungen an diese Zeit stehen mit dem damals jährlich gleichförmigen, aufstrebenden Wirtschaftswachstum der 60iger-Jahren im Einklang. Meine Eltern mussten beruflich und im häuslichen Alltag ordentlich arbeiten und sahen den Fortschritt in der Entwicklung unseres Wohnhauses, der Gestaltung des Gartens, den Campingurlauben an der Adria am Wachstum des Sohnes, eben mir.

Volksschule

Mit sieben Jahren führt mich mein Weg in Volksschule in Bürs. Mitten im Dorf, direkt neben dem Dorfbach, der Alvier befanden sich, unweit vom Steinbruch zwei schon damals ältere Gebäude. Dort waren die Volksschulklassen untergebracht. An diesem Standort durfte ich die ersten drei Klassen der Volksschule absolvieren, die vierte Klasse folgte dann am heutigen Standort der Volksschule in Bürs.

 

Schöne Erinnerungen gehören heute noch dazu. Beispielsweise die moderne und heute noch gültige Ganzheitsmethode meiner Lehrerin und Tante, Mina Mayr. Zu Beginn schrieben wir Wellenlinien und Zickzacklinien in unsere Schulhefte. Wir lernten von Anfang an ganze Wörter zu schreiben. Auf der seitlichen Wandtafel versammelten sich in einem mit farbiger Kreide gestalteten Vogelhäuschen nach und nach alle gelernten Buchstaben. Das war eine wertvolle Hilfe beim Diktat!

 

Hauptschule

Heute haben wir mit der neuen Mittelschule einen neuen Namen für die damalige Hauptschule. In Bürs gab es im Jahr 1969 noch keine eigene Hauptschule. Also mussten alle Schüler in unsere schöne Bezirkshauptstadt, nach Bludenz in die Wichner-Hauptschule. Schon wieder passiert etwas Ungewöhnliches. Wir wurde die erste „koedukative Klasse“ an dieser Schule. Welche Neuheit war denn das? Buben und Mädchen sollten jetzt also wirklich in einer gemeinsamen Klasse unterrichtet werden. Es war eine schöne Zeit.

Zu dieser Zeit fuhr man noch gerne mit dem Fahrrad in die Schule. Für die Strecke von ca. 5 km benötigt ein Schüler gut und gerne 15 – 20 Minuten. Richtig anstrengend wurde es aber erst beim Bahnschranken. Als versierter Leser ahnen Sie es bereits – ja genau – „Schranken geschlossen – die Verspätung in der Schule scheint unvermeidlich.

Jetzt kommen aber drei Fragen an Sie:

  • Stammen Sie auch aus der Region Bludenz?
  • Können Sie sich an die Fußgängerbrücke erinnern?
  • Haben auch Sie fallweise ein Fahrrad über diese Brücke getragen?

Na – ja, so waren eben die Zeiten.

 

Lehre

Genau zur Zeit des ersten Erdölschocks startet mein Leben in der Wirtschaft. Lange vor dem EU-Beitritt Österreichs benötigte man viele Mitarbeiter für die Abwicklung der Zollformalitäten im internationalen Warenverkehr. So führte mich meine erste berufliche Station in eine Lehre bei der Spedition „Josef Delacher + co“. Die Tätigkeit in der Import- und Export-Abteilung kann man mit der Ausbildung zum damals gefragten Zolldeklaranten benennen. Doch schon bald gerieten weitere Ziele in mein Blickfeld. Mit ausgezeichnetem Lehrabschlusszeugnis startete ich dann in die Handelsakademie in Feldkirch, um auch diese erfolgreich abzuschließen.

 

Handelsakademie

Die Handelsakademie wird zur Schlüsselausbildung im weiteren Lebensweg. Die Kombination von Allgemeinbildung (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Planungsmathematik, Geschichte, Geografie, Physik, Chemie usw.) und Berufsbildung (Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, kaufmännischer Schriftverkehr, wirtschaftliches Rechnen, Stenografie, Maschinenschreiben) eröffnen uns Schülerinnen und Schülern eine breitgefächerte Auswahl an Studienmöglichkeiten. Heute sind alle Absolventen in verschiedensten Berufen erfolgreich tätig.

Die Fächer Stenografie und Maschinenschreiben sind heute weitgehend ohne Bedeutung. Die Kurzschrift ist für manche Notizen heute noch sinnvoll, vom Maschinschreiben hat sich das „blinde“ Zehnfinger-Tastschreiben in die Computergegenwart gerettet. Einmal gelernte Gestaltungsprinzipien bleiben auch bei einem Technikwechsel weiterhin aktuell.

Eine wichtige Schlüsselkompetenz wurde uns allen offensichtlich erfolgreich mit auf den Weg gegeben: Die ANPASSUNGSFÄHIGKEIT an neue Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Was ist gekommen und mittlerweile schon fast wieder verschwunden:

  • Das zeilenorientiere Betriebssystem MS-DOS
  • Mein Textverarbeitungsprogramm WORD-Perfect mit dem ich im Studium (1985!) die Diplomarbeit geschrieben habe, heute arbeitet ein Großteil der User mit Word
  • Meine Tabellenkalkulationsprogramme … Lotus 1-2-3 mit denen ich meine ersten Gehversuche mit Rechenmodellen absolvieren durfte
  • die direkte Homepageprogrammierung mit HTML. Das wurde durch leistungsfähige Editoren, wie WORDPRESS, … ersetzt
  • in der HAK wurden seit unserer Ausbildung mindestens 4 komplette Lehrpläne durch mehr oder weniger große Neuerungen ersetzt, zuletzt wurde der Lehrplan 2004 durch den kompetenzorientieren, semestrierten Lehrplan 2014 ersetzt
  • Lernziele wurden durch zu erwerbende Kompetenzen ersetzt. Wer kann eigentlich den Unterscheid noch genau erklären?

Als Klassensprecher und auch in der Funktion des Schulsprechers finden sich mit der Organisation verschiedener Ereignisse für einen jungen Mann durchaus interessante Aufgaben. Der damalige Direktor, der Administrator, unser Klassenvorstand und die Lehrer der Schule hatten für unsere Anliegen stets ein offenes Ohr und behielten die übergeordneten Ziele ebenfalls im Blickfeld. Mit wenigen Worten beschrieben: Eine fruchtbare Zeit mit schönen Erinnerungen. Zahlreiche Klassentreffen bis einschließlich dem 35-jährigen Maturajubiläum sprechen dazu eine beredte Sprache.

Betriebswirtschaftsstudium an der HSG

Ein weiterer Meilenstein in der Ausbildung war und ist das Studiium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität St. Gallen, damals noch HSG – Hochschule St. Gallen. Ich durfte bei Professoren, wie Rolf Dubs, Cuno Pümpin Fredmund Malik, André Zünd und zahlreichen anderen meine hervorragende Ausbildung absolvieren. Auf Basis des St. Galler Management Modells und besten Professoren und Dozenten zieht es zahlreiche Schweizer Studenten und aus ausländische Studenten an diese Ausbildungsstätte. Die Ausländer, zu denen in der Schweiz auch ich als geborener Österreicher gehörte müssen eine strenge Aufnahmeprüfung absolvieren. Von den zur Prüfung angetretenen Studenten, ca. 500 Bewerbern wurde dann etwa ein Viertel, also ca. 125 ausländische Studenten zum Studium aufgenommen.

Was macht nun den nachhaltigen Erfolg dieser Ausbildungsstätte aus? Es ist die Mischung aus Pioniergeist, die auf dem Fundament von Hans Ulrich und seinem ersten St. Galler Management Modell aufbaut.

Mit immer noch anhaltendem Interesse verfolge ich die Investitionstheorien, mikro- und makroökonomische Entscheidungen und volkswirtschaftliche Interessen.

Heute nehmen politische Interessen, terroristische Gruppierungen und extremistische Staaten einen ungeheuren Stellenwert ein, dem die Welt nur durch eine gemeinsame, konzentrierte Kraftanstrengung erfolgreich begegnen kann. Die Methoden und das Vokabular des kalten Krieges, der meine Jugend bis 1991 (Zusammenbruch der UdSSR) reichen heute bei weitem nicht mehr aus.

Berufliche Stationen

Amt der Vorarlberger Landesregierung

Ausbildung zum Revisor und erfolgreiche Prüfung für den öffentlichen Dienst in der Kontrollabteilung des Amtes der Vorarlberger Landesregierung. Die gelebten Prinzipien einer sachgemäßen, zweckmäßigen, wirtschaftlich sinnvollen und rechtsstaatlich abgesicherten Entscheidungsfindung im Rahmen der Gesetzgebung prägen mein Denken bis heute. Die hier vorgefundenen beruflichen Herausforderungen haben mich dann wiederum in die Wirtschaft geführt.

Abfallwirtschaft

In der zu dieser Zeit sehr dynamischen Abfallwirtschaft konnte ich als Controller und EDV-Spezialist in einem mittelständischen Vorarlberger Unternehmen wertvolle Beiträge zur Ablauforganisation liefern. Rückblickend zeigt sich, dass die Computertechnik nach heutigen Maßstäben absolut in den Kinderschuhen steckte und von den Anforderungen der Praxis buchstäblich vor sich hergetrieben wurde.

Privatkundenberatung Bank

Durch die Tätigkeiten in einer Sparkassenfiliale finde ich sowohl den Zugang zu Anlage- und Finanzierungsgeschäften wie auch der gezielten Kundenansprache bei Fragen der täglichen, finanziellen Lebensführung und der Finanzierung des eigenen Wohnraums. Aber auch die finanzielle Absicherung für die Pension gelangt nun zunehmend in den Focus der Kundenanfragen.

Firmenkundenberatung Bank

Bei der Firmenkundenberatung nehmen die Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs, das Treasury, die Wohnbaufinanzierung, die Finanzierung von Start Up’s oder Anlagenfinanzierungen mit Kredit oder Leasingfinanzierungen einen breiten Raum ein. Zahlreiche herausfordernde Aufgaben gehören zu meinen täglichen Aufgaben:

  • Berechnung des Mindestumsatzes (Break-even-Umsatz) bei der Gründung einer Gaststätte
  • Leasingfinanzierungen von CNC-Maschinen
  • Leasing- und Kreditfinanzierung von Fahrzeugen aller Art (PKW, LKW, Busse)
  • Wirtschaftspädagoge – Lehrer
  • Seit 1999 lehre ich an der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule in Feldkirch die wirtschaftspädogischen Fächer wie, wirtschaftliches Rechnen, Buchhaltung, Rechnungswesen (Unternehmensrechnung), Betriebswirtschaftslehre, Betriebliches Projekt- und Qualitätsmanagement einschließlich Übungsfirma (BPQM), Projektmanagement (PMPA); Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz (PBSK) und seit jüngster Zeit auch Ethik. Derzeit besuche ich auch die aktuellen Ethikausbildung bei der PH Tirol.

Wirtschaftspädagoge – Lehrer

Seit 1999 lehre ich an der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule in Feldkirch die wirtschaftspädagogischen Fächer wie, wirtschaftliches Rechnen, Buchhaltung, Rechnungswesen (Unternehmensrechnung), Betriebswirtschaftslehre, Betriebliches Projekt- und Qualitätsmanagement einschließlich Übungsfirma (BPQM), Projektmanagement (PMPA); Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz (PBSK) und seit jüngster Zeit auch Ethik. Derzeit besuche ich auch die aktuelle Ethikausbildung bei der PH Tirol.

Vermietung & Verpachtung

Einstieg in die Vermietung

Im kleinen Maßstab begann die Vermietung im Jahr 1990 mit einer einzigen Wohnung. Darauf aufbauend kamen nach und nach mehrere einzelne Wohnungen und auch Häuser mit mehreren Wohnungen dazu. In erster Linie erfolgt die Vermietung von Wohnungen und fallweise kamen auch Geschäfte dazu.

Grundsätze

  • Ich kaufe, eine Wohnung (oder ein größeres Objekt) um es auch längerfristig zu behalten und durch die Vermietung & Verpachtung zu bewirtschaften
  • Die Vermietung soll langfristig erfolgen. Jetzt soll aus diesen Ideen das Projekt „Die Arche“ allmählich heranwachsen.
  • Die Vermietung soll der langfristigen Familienvorsorge dienen.
  • Alle anfallenden Steuern werden nach österreichischem Recht verrechnet und bezahlt.
  • Die Mieter halten sich an die üblichen Gepflogenheiten bei der Vermietung.
  • Jeder Mieter behandelt die Wohnung mit der Sorgfalt eines ordentlichen Mieters und nimmt Rücksicht auf die Interessen der anderen Mitbewohner.

Projekte

  • Die Arche
  • Nachrangdarlehen
  • Aufbau eines neuen Verwaltungsstandortes