Was macht den Charakter eines Menschen aus?

Tugenden nach Aristoteles

Wie schulen wir nach Aristoteles nun unseren Charakter?

Dazu brauchen wir zuerst eine Vorstellung vom „Charakter“?

 

Meine Formel lautet:

Charakterliche (ēthikē) Gutheit = ethische Gutheit

Woher kommt das Wort Ethik? Der Begriff Ethik kann aus dem griechischen Wort ēthikē abgeleitet werden.
Was verstehen wir unter Ethik?  

Unter Ethik versteht Aristoteles die Tugenden des Charakters (Aristoteles 1103 a, 5)

 

Die Gutheit weist zwei Ausdrucksformen auf: Erstens die Gutheit des Denkens und zweitens die charakterliche Gutheit.
1.       Die Gutheit des Denkens: Die Gutheit des Denkens (griechisch didaskalia) entsteht durch Belehrung, also im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule.

Die Weisheit (sophia), Verständigkeit (synesis) und Klugheit (phrónesis) sind Tugenden des Denkens.

2.      Die charakterliche Gutheit (griechisch: ēthikē) Diese entsteht durch Gewöhnung (ēthikē), also durch ständiges Wiederholen der entsprechenden Handlungen.
Großzügigkeit und Mäßigkeit Die Großzügigkeit und Mäßigkeit sind Tugenden des Charakters (Aristoteles, 11034, 8
Wie entsteht nun ein guter Charakter nach Aristoteles? Zweites Buch, I/3

Die Tugend des Charakters (ēthikē)entsteht durch wiederholtes Tun der entsprechenden Handlungen.